Medienmitteilung

Im Haus der Zukunft heizen und kühlen mit smartem Beton

Dienstag, 16. Januar 2018

Das Potenzial der Thermischen Bauteilaktivierung (TBA) ist gewaltig, ist aber im Wohnungsbau in der Schweiz noch nicht sehr verbreitet. Experten aus der Baubranche zeigen an einer Veranstaltung der Swissbau auf, wie sich Beton effizient als Wärmespeicher und -leiter nutzen lässt.

Beton ist der meistgenutzte Baustoff der Welt. Er ist extrem widerstandsfähig, langlebig und seine Flexibilität lässt Architektenherzen höher schlagen. Weil es ihn in unzähligen Variationen gibt, lässt sich damit fast jede bauliche Herausforderung elegant und effizient bewältigen. Eine weitere Qualität des Baustoffs ist das hohe Potenzial als Wärmespeicher und -leiter. Seine grosse Masse von 2400 kg pro Kubikmeter macht Bauteile aus Beton zu hocheffizienten Heizkörpern: Sie speichern Wärme hervorragend und lassen sich mittels eingelegter Rohrleitungen – der sogenannten Thermo-Aktivierten Bauteil-Systeme (TABS) – ideal zur Wärmeverteilung nutzen. Die Strahlungswärme, die beheizte Betonwände abgeben, gilt als besonders behaglich und komfortabel.   «Die gewaltigen Vorteile der Thermo-Aktivierten-Bauteil-Systeme ist aber im Wohnungsbau in der Schweiz noch nicht sehr verbreitet», sagt Peter Wellauer, Geschäftsführer von Betonsuisse. Das Potenzial müsse auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Bauwesen besser ausgeschöpft werden.

Die Speichermasse des Baustoffs lässt sich aber auch für die Kühlung von Räumlichkeiten nutzen. Grossflächige Bauteile aus Beton kühlen nachts durch Lüftung ab – und entziehen dann tagsüber einem Raum überflüssige Wärme.


Nachhaltige Gesamtsysteme

Der Energieaufwand, der zum Kühlen und Heizen von Bauteilen aus Beton benötigt wird, ist gering. Die Flüssigkeit im Rohrsystem muss nur ein paar Grad über oder unter der angestrebten Raumtemperatur liegen, um in einem gut gedämmten, massiven Bauwerk die gewünschte Wirkung zu entfalten. Thermische Bauteilaktivierung lässt sich zudem perfekt mit Anlagen zur Gewinnung von erneuerbaren Energie kombinieren, also mit Sonnen- und Windenergie oder Erdwärme. Das macht Heizen und Kühlen mit Beton in jeder Hinsicht nachhaltig.


Impulsvorträge, Best Practice und Podiumsdiskussion

An der Swissbau informiert die Betonsuisse fundiert über den hocheffizienten Einsatz von Beton beim Kühlen und Heizen von Gebäuden – in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern an der Veranstaltung «Komfort mit smartem Beton», die am 18. Januar von 11.15 bis 12.45 Uhr stattfindet. Drei Redner liefern Impulsvorträge: Professor Adrian Altenburger informiert darüber, wie Beton LowTec generiert; Architekt Andrea Deplazes präsentiert als Best Practice-Fallbeispiel den von seinem Büro entworfenen Hauptsitz der ÖKK in Landquart; Simon Handler von Allplan in Wien stellt die «Bauteilaktivierung im Haus der Zukunft» vor. Anschliessend wird der smarte Komfort mit intelligenten Synergien zwischen Beton und Technik diskutiert. Durchs Programm führt Urs-Peter Menti, Professor an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur.

Mehr unter: https://www.swissbau.ch/smarter-beton

 

Interesse an einem Hintergrundgespräch oder einem Interview mit dem Geschäftsführer von Betonsuisse?

Kontakt: Salome Ramseier, Head Communications & Public Affairs, +41 79 254 53 12

 

Peter Wellauer ist Leiter Commercial Stakeholder Management der Holcim (Schweiz) AG und Geschäftsführer der Betonsuisse. Betonsuisse ist die Vereinigung der an der Wertschöpfung von Beton beteiligten Industrien.

Die Holcim (Schweiz) AG ist einer der führenden Baustoffhersteller der Schweiz und Tochtergesellschaft der global tätigen LafargeHolcim Ltd. Zum Kerngeschäft gehört die Produktion von Zement, Kies und Beton sowie die dazugehörigen Diensteilungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 1200 Mitarbeitende an 55 Standorten und verfügt über drei Zementwerke, 16 Kieswerke und 36 Betonwerke. Diese lokale Verankerung ermöglicht es, schnell, flexibel und individuell auf verschiedene Bedürfnisse einzugehen und massgeschneiderte Lösungen für die Bereiche Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur zu erarbeiten.

Nachhaltigkeit ist eine der strategischen Säulen von LafargeHolcim und somit auch für Holcim (Schweiz) AG. Dies zeigt sich insbesondere in der umsichtigen Nutzung der natürlichen Ressourcen und bei der Produktentwicklung: Wo immer möglich, setzt das Unternehmen Reststoffe als alternative Roh- und Brennstoffe ein und fördert Produkte mit einer verbesserten Umweltbilanz.